Das Architekturkonzept eRechnung für die föderale Umsetzung in Deutschland – entwickelt vom Bund und dem Land Bremen

Der Bund und das Land Bremen haben die Einführung der elektronischen Rechnungsstellung in der Bundesverwaltung bedeutend vorangebracht. 

In einem gemeinschaftlichen Steuerungsprojekt wurde das Architekturkonzept für die technologische Umsetzung einer zentralen Eingangsplattform für eRechnungen erstellt. Die Schütze Consulting AG hat die Erstellung dieses Konzepts fachlich begleitet und bei der Koordination der Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten mitgewirkt.​

Das Ziel besteht darin, eine wegweisende Lösung für die elektronische Rechnungsstellung an öffentliche Auftraggeber zu realisieren. Die zentrale Eingangsplattform soll den Lieferanten und Dienstleistern bei der Rechnungsabgabe eine ausreichende Klarheit und Verlässlichkeit gewährleisten. Gleichzeitig soll die Verwaltung von einer Prozesszentralisierung und einer durchgehend digitalen Verarbeitung profitieren.

​Eine besondere Herausforderung bei der Konzeption der Eingangsplattform stellten die engen zeitlichen Vorgaben der Richtlinie 2014/55/EU dar. Diese verpflichtet die öffentliche Verwaltung dazu, elektronische Rechnungen ab dem 27. November 2018 empfangen und verarbeiten zu können.

Um dieser Verpflichtung nachzukommen und dabei langwierige Vergabeprozesse zu vermeiden, wurden die beim Bund sowie dem Land Bremen bereits vorhandenen IT-Komponenten für eine mögliche Nachnutzung berücksichtigt. Daneben musste eine Harmonisierung mit parallel laufenden Projekten des Bundes sichergestellt werden, um ein reibungsloses Zusammenspiel zu einem späteren Zeitpunkt zu gewährleisten.

Im Architekturkonzept werden zunächst die bereits vorhandenen Module, die für eine Nachnutzung in Frage kommen, beschrieben. Darauf aufbauend werden die fachlichen SOLL-Prozesse mithilfe von Use Cases skizziert. Nach der Erhebung der funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen erfolgt die Prüfung und Bewertung der im ersten Schritt identifizierten Komponenten auf ihre Eignung zur Nachnutzung. Den Abschluss bildet die Empfehlung eines konkreten Architekturmodells, das nun von Bund und Bremen umgesetzt wird und als Vorbild für andere Länder und Kommunen für die Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen dient.

Die Management Summary zum Download finden Sie hier.

Ihr Ansprechpartner

Martin Rebs